Hosokawa Microns Komplettlösungen für Chargenmischsysteme

Hosokawa Micron B.V. hat sich als Experte für die zentralen Pulververarbeitungstechnologien Mischen, Trocknen und Agglomerieren weltweit einen Namen gemacht und sich schon lange vom reinen Maschinenbauer zum Anbieter von schlüsselfertigen Lösungen bei all diesen drei Technologien entwickelt. Das Unternehmen ist bekannt für seine innovativen Konzepte in der Pulververarbeitung wie z.B. bei seinem Durchlaufmischer/Agglomerator Flexomix, seinen Vakuumtrocknern und seinem Flash-Trockner Drymeister. Bei Chargenmischern jedoch galt Hosokawa Micron bislang eher als Anbieter von Einzellösungen. Dies gehört jetzt der Vergangenheit an, denn Hosokawa punktet nun auch zunehmend mit seinen erfolgreichen Komplettlösungen für das Chargenmischen

„In der Vergangenheit wurden Mischer in der Regel als alleinstehende Maschinen betrachtet. Die Kunden haben meist Standalone-Mischer gekauft und sie mit anderen Maschinen integriert, um ihre eigenen Systeme zu kreieren", erklärt Berthram Mak, Manager Sales & Marketing bei Hosokawa Micron B.V. „Tatsächlich haben wir viele Tausende unserer Nauta® Mischer weltweit für den Einsatz in solchen Systemen verkauft. Deshalb gelten wir im Bereich Mischen seit langem als Anbieter von Einzelgeräten. In unseren beiden anderen Kernbereichen - Trocknen und Agglomerieren - hingegen liefern wir seit Jahrzehnten Komplettlösungen, d.h. nicht nur einzelne Maschinen, sondern komplette Systeme inklusive Unterstützung bei der Installation und Inbetriebnahme vor Ort etc. In den letzten Jahren haben wir neue Möglichkeiten erkannt und gezielt komplette Systeme entwickelt, bei denen unsere einzigartige Mischtechnik im Mittelpunkt steht, um die wachsenden Ansprüche unserer Kunden in punkto Mischen besser bedienen zu können."

Stefan van Rienen (l.) und Berthram Mak (r.) an einer Mischanlage im Testzentrum von Hosokawa Micron in Doetinchem

Zu dieser Nachfrageverschiebung tragen mehrere Faktoren bei. „Ein Aspekt ist das Investitionsrisiko. Die Investoren wollen Gewissheit darüber, dass die gelieferte Lösung ihr Problem wie versprochen behebt. Das Projektkonzept muss hinsichtlich Produktivität, Verfügbarkeit und Kapitalrendite optimal ausgelegt sein", erläutert Mak. „Deshalb suchen Unternehmen nach erfahrenen und zuverlässigen Lieferanten, die sie nicht im Stich lassen. Bei Hosokawa liefern wir vordefinierte Leistungen zu einem vordefinierten Preis." Stefan van Rienen, Systemingenieur bei Hosokawa, fügt hinzu: „Viele Kunden haben entschieden, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren und auf eine eigene Engineering- oder Projektmanagementabteilung zu verzichten, weshalb wir diese Rolle immer häufiger übernehmen. Zudem stehen die Kunden unter permanentem Zeitdruck, so dass sie lieber nur einen Ansprechpartner haben. Als ‚One-Stop-Shop‘ entlasten wir unsere Kunden, indem wir uns um das gesamte schlüsselfertige System kümmern und gewährleisten, dass alle Prozesse reibungslos funktionieren. Darüber hinaus müssen unsere Kunden sich bei auftretenden Schwierigkeiten nicht mit möglichen Streitigkeiten oder Schuldzuweisungen zwischen verschiedenen Lieferanten auseinandersetzen."

Darüber hinaus steigen die Ansprüche der Endkunden und Verbraucher an Qualitätsstandards, Rückverfolgbarkeit und Lebensmittelsicherheit stetig. „Folglich wird die Qualität der Produktleistung und damit auch die Qualität der Mischtechnik immer wichtiger", sagt Mak. „Bei den meisten Pulververarbeitungssystemen steht die Pulverbeförderung im Vordergrund und Mischer werden dabei praktisch vernachlässigt. Unser Ansatz funktioniert genau andersherum. Wir wählen die für die jeweilige Anwendung effektivste Mischtechnologie aus und entwickeln ein System auf dieser Grundlage. Für uns ist ein Mischer weit mehr als nur eine ‚Black Box‘; wir wissen genau, wie verschiedene Arten von Pulvern variierender Dichte bei unterschiedlichen Temperaturen während des Mischens reagieren und welche Auswirkungen dies auf die spätere Beförderung der Mischung haben kann. Anders formuliert, kombinieren wir unser Wissen und unsere Erfahrung im Systemdesign mit unserer fundierten Expertise im Bereich Pulvermischen und entwickeln so von A bis Z ein optimales System."

„Wir sind vor allem für die Entwicklung unseres Nauta® Mischers vor mehr als siebzig Jahren bekannt, aber unser Portfolio umfasst auch viele andere Mischprinzipien, sowohl für das diskontinuierliche als auch für das kontinuierliche Mischen", sagt Van Rienen. „Wir arbeiten eng mit jedem Kunden zusammen, um die richtige Mischmethode zur Lösung seines individuellen Problems zu finden, wobei wir seine eigenen Erfahrungen und sein Know-How in Bezug auf die Qualität des Endprodukts bestmöglich nutzen. Was das Mischsystem selbst angeht, so sind wir nicht an bestimmte Lieferanten, Marken oder Verfahren für Prozesse wie Befördern, Wiegen, Dosieren oder Verpacken gebunden", ergänzt er. „Für uns geht es darum, das Beste für jeden Kunden auszuwählen - auf Wunsch unter Berücksichtigung seiner bevorzugten Lieferanten."

Die Dienstleistungen von Hosokawa reichen von der Fallbewertung, Pre-Engineering-Studien, Tests und Kostenkalkulation über das Design, den Bau und die Beschaffung aller Systemkomponenten und Zubehörteile bis hin zur Installation, Inbetriebnahme, Schulung und dem After-Sales-Service. „Gut geschultes Personal, regelmäßige Instandhaltung und ordnungsgemäße Reinigung sorgen für maximale Anlagenverfügbarkeit, so Van Rienen."

Künstlerabbildung eines von Hosokawa Micron entwickelten Mischsystems

Realisierung einer kompletten Prozessanlage

Erst kürzlich stellte sich folgendes Problem: Die Kapazität des Mischsystems eines Kunden - das nicht auf einem Mischer von Hosokawa basierte – war unzureichend und das erforderliche Qualitätsniveau konnte nicht immer erreicht werden. Hosokawa führte zunächst gemeinsam mit dem Kunden im hauseigenen Test- und Prüfzentrum im niederländischen Doetinchem, dem größten seiner Art in Europa, umfangreiche Mischversuche durch. „Wir haben dann ein System basierend auf dem Prinzip des Vakuumtransports entwickelt, um die Ausgangsmaterialien, die in Big Bags und Edelstahlbehältern geliefert werden, dem Mischer zuzuführen", erklärt er. „Zum Dosieren werden die Behälter über eine pneumatische Andockvorrichtung mit dem Mischer verbunden, um eine staubfreie Anbindung zu gewährleisten."

Hosokawa koordinierte die Lieferung der gesamten Anlage, einschließlich Big-Bag- und Container-Entladestation, Vakuumförderer, Steuerung und kompletter Stahlkonstruktion. Das Produktvolumen im Mischer wird durch Wägezellen überwacht. „Dadurch kann die Dosierung der in den Mischer eingebrachten Ausgangsmaterialien überwacht und die entstehende Mischung mit höchster Präzision in die Behälter entleert werden", fährt er fort.

Die zu befördernden Produkte sind äußerst abrasiv, und die Mischung hat eine Schüttdichte von 1,8 kg/l. Hosokawa hat das System daher so konzipiert, dass der abrasive Verschleiß an den Bauteilen minimiert wird. „Wir haben uns auch für den Einsatz leicht austauschbarer Bauteile überall dort entschieden, wo der Verschleiß am größten ist. Außerdem haben wir das System angesichts des Platzmangels beim Kunden so kompakt wie möglich ausgelegt, ohne Kompromisse bei der Wartungsfreundlichkeit einzugehen", sagt Van Rienen.

„Für den Kunden haben bei seinen Produkten zwei Dinge oberste Priorität: konstante Qualität und Produktivität", so Mak abschließend. „Wir können seine Rentabilität steigern, indem wir diese Faktoren optimieren. Dies gelingt uns durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Lieferanten, wobei wir ihr eigenes Produktwissen nutzen, und durch die Einbringung unserer Technologie und unseres Fachwissens, das durch Testergebnisse untermauert wird. Dies ist die Grundlage für Hosokawa Microns Komplettlösungen, sei es bei Mischsystemen oder anderen Aspekten der Pulververarbeitung."