Vorbeugende Instandhaltung steigert Effizienz

Die BRITA GmbH in Taunusstein maximiert ihre Effizienz bei der Trocknung von Wasserfiltern durch eine erfolgreiche präventive Wartungspartnerschaft mit dem Spezialisten für Pulververarbeitung Hosokawa Micron B.V. mit Sitz im niederländischen Doetinchem. Bereits seit sechs Jahren führen die Experten von Hosokawa in enger Zusammenarbeit mit dem technischen Team von BRITA das jährliche Instandhaltungsprojekt erfolgreich durch. So konnte die tatsächliche Stillstandzeit des Vakuumtrockners von Hosokawa bei BRITA auf nur acht Tage im Jahr verringert werden.

BRITA, ein weltweit führender Anbieter von Wasserfiltersystemen und Kartuschen für den privaten und gewerblichen Markt, hat vor etwa 10 Jahren einen Vakuumtrockner von Hosokawa installiert. Der Trockner wird zur Aufbereitung der Mineralien in Wasserfiltern verwendet, die zur Wiederverwendung an BRITA zurückgegeben werden. „Beim Reinigungs- und Trocknungsprozess werden aggressive Chemikalien eingesetzt, die den Verschleiß der austauschbaren Teile beschleunigen, insbesondere im Antriebssystem des Trockners“, erklärt Rudi Aalders, Vertriebsingenieur Service bei Hosokawa. „Deshalb müssen all diese Teile jedes Jahr überprüft und bei Bedarf ausgetauscht werden, um zu verhindern, dass an der Maschine ernsthafte Störungen auftreten.“

Rudi Aalders

Minimierung der Stillstandzeiten

Dieser Überholungsvorgang muss so schnell wie möglich abgewickelt werden, um die Stillstandzeiten bei BRITA zu minimieren. Schließlich hat das Unternehmen einen Durchlauf von 1.600.000 Litern pro Jahr. Deshalb arbeitet Hosokawa seit sechs Jahren eng zusammen mit Thomas Krieger, dem Leiter der Instandhaltungsabteilung bei BRITA, damit das jährliche präventive Instandhaltungsprogramm wie ein Uhrwerk läuft. Die Planung der Überholung, die in der Regel im Juni oder Juli stattfindet, beginnt etwa vier Monate zuvor. „Dies liegt zum Teil an der langen Wartezeit auf Ersatzteile; einige Komponenten können eine Vorlaufzeit von mehr als 12 Wochen haben“, erläutert Aalders. „BRITA soll aber auch genügend Zeit haben, um die einhergehenden Produktionsausfälle einplanen zu können und wir bei Hosokawa sind so in der Lage, die entsprechenden Technikern für das Projekt termingerecht bereitzustellen.“

Vorbeugende Wartung: Schritt für Schritt

Zu Beginn des Wartungsprogramms werden zwei Mechaniker von Hosokawa nach Taunusstein geschickt, die das BRITA-Serviceteam bei der Demontage des Trockners unterstützen. Das BRITA-Serviceteam hat dann bereits alle notwendigen Vorkehrungen getroffen, wie z.B. die Entkopplung des Trockners von der Steuerung, damit sich die Mechaniker auf den Ausbau der Antriebseinheit konzentrieren können. Am zweiten Tag wird die Antriebseinheit gereinigt und fachgerecht für den Versand an Hosokawa verpackt. „Jedes Jahr erstellen wir im Rahmen der Überholung eine Liste aller Komponenten, die ausgetauscht wurden und/oder wahrscheinlich beim nächsten Mal ausgetauscht werden müssen“, erklärt Aalders. „BRITA ist als Lagerhalter dafür zuständig, alle notwendigen Teile rechtzeitig für die nächste Überholung zu bestellen. „BRITA liefert alle diese Ersatzteile in einem Aluminiumgehäuse an Hosokawa. Die gesamte Lieferung, einschließlich der Antriebseinheit selbst, wird über Nacht nach Hosokawa transportiert. Die Mechaniker reisen separat zurück.

Überprüfung von 220 Bauteilen in nur 4 Tagen

Sobald die Sendung am Morgen des dritten Tages bei Hosokawa eintrifft, macht sich das aus drei bis vier Technikern und den beiden aus Deutschland zurückgekehrten Mechaniker bestehende Team sofort an die Demontage und Reinigung der einzelnen Komponenten. „Die Antriebseinheit umfasst fast 220 Bauteile. Jedes Bauteil wird in der Überholungswerkstatt genauestens untersucht, um festzustellen, ob der Verschleiß innerhalb der zulässigen Toleranzen liegt“, ergänzt er. „Bei unerwarteten Verschleißerscheinungen an nicht sofort verfügbaren Komponenten, steht ein spezielles Hosokawa Quick Response Team (QRT) bereit, um das Problem innerhalb des engen Zeitrahmens zu lösen.“

Antriebseinheit

Am vierten Tag beginnt das Team mit dem Zusammenbau der Antriebseinheit mitsamt allen Bauteilen, die entweder gereinigt oder ausgetauscht wurden. Am sechsten Tag wird ein Testlauf durchgeführt und anschließend die Außenseite der Antriebseinheit neu beschichtet. Am siebten Tag wird die Antriebseinheit verpackt und an BRITA zurückgeschickt. Wenn die Antriebseinheit am nächsten Morgen in Taunusstein ankommt, sind die beiden Ingenieure von Hosokawa wieder vor Ort und stehen für den Zusammenbau der Maschine bereit. Nach erfolgreichem Abschluss des Testlaufs kann der übliche Produktionsbetrieb bei BRITA wieder aufgenommen werden.

Reibungslose Zusammenarbeit

„Das gesamte Projekt wird in nur acht Arbeitstagen abgeschlossen, und die Ausrüstung befindet sich nur vier Tage lang bei Hosokawa in Doetinchem“, so Aalders. „Dass alles so reibungslos läuft, verdanken wir der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen Hosokawa und BRITA bei der Detailplanung und Bestellung der erforderlichen Ersatzteile, der Transportabwicklung und der Einsatzplanung der Mechaniker. Wir stehen in regelmäßigem Kontakt. Ich telefoniere mehrmals im Jahr mit Thomas Krieger und treffe ihn fast jedes Jahr persönlich vor Ort. Und er weiß, dass er mich bei Problemen jederzeit um Rat fragen kann.“

Mehr Informationenen

Möchten Sie mehr über die Möglichkeiten erfahren, die Hosokawa Micron für Wartungspartnerschaften bietet?

Kontaktieren Sie Herrn Rudi Aalders, Vertriebsingenieur Service:

+31 314 373 393 
r.aalders@hmbv.hosokawa.com